Dem Einen oder anderen mag der Begriff Gartenbahn aus dem Modellbahnbereich geläufig sein, meist ist damit die Märklin-LGB Variante im Massstab 1:22,5 gemeint. Nicht so bei uns! Wir brauchen den Begriff für unsere Bahn im Masstab von etwa 1:11 auf den Geleisen in der Spurweite 5 Zoll oder 7 ¼ Zoll. Diese hat den Vorteil, dass sie so robust gebaut werden kann, dass wir selbst damit herumfahren können. Damit bieten wir auf dem Stationsareal in Elm eine richtige Attraktion für Kinder und Junggebliebene an. Bei uns gilt nämlich an jedem Öffnungstag: «Steigen Sie auf und fahren Sie mit!».

Die Gartenbahn auf dem Stationsgelände Elm. Bild: Walter Gähler

Die vorhandenen Fahrzeuge für den Publikumsverkehr sind in Privatbesitz, sie sind originell und allesamt in modellbauerischer Handarbeit entstanden. Mit Ausnahme des liebevoll aus Holz gebauten Triebwagens Nummer 3 und den dazugehörenden Wagen aus dem Bestand des Museums haben die Fahrzeuge kein direktes Vorbild bei der damaligen Sernftalbahn, sie sind aber durchaus passend für den damaligen Zeitrahmen und das Thema Schmalspurbahn.

Die Besitzer und die Lokführer erzählen Ihnen gerne alles über Bau und Herkunft des «Fridolins» oder des «Schtrömlis» und vielleicht macht es Sie ja sogar an, einen Lokführerkurs bei uns zu machen und uns in Zukunft beim Betrieb mitzuhelfen. Diese Möglichkeit besteht übrigens unter bestimmten Voraussetzungen auch für Kinder und Jugendliche.

Zum Museumsstart in Elm bauen wir die Strecke vorerst mit dem vorhandenen mobilen 5 Zoll Schienenmaterial auf, welches dem Verein gehört. Dieses Material ermöglicht es uns übrigens auch, auf Anfrage unsere Attraktion an Fremdanlässen wie Chilbis oder Festen anzubieten.

Auf dem Stationsareal in Elm bauen wir dann schrittweise einen permanenten Schienenkörper auf, der sowohl in 5 Zoll als auch in 7 ¼ Zoll befahrbar sein wird und uns auch ermöglichen wird, Gastfahrer mit deren Fahrzeugen einzuladen. Dazu wird der ehemalige Tankunterstand schrittweise in eine Kleinremise für die Gartenbahnfahrzeuge umgebaut und damit auch die Voraussetzung für einen zukünftigen Dampfbetrieb geschaffen. Dabei soll natürlich auch die Gartengestaltung und damit die Attraktivität des gesamten Museumsareals nicht zu kurz kommen.

Also, treffen wir uns doch am Gartenbahnhof «Chlythal» im neuen Sernftalbahn Museum in Elm! Wir freuen uns auf Klein und Gross!

Kurt Kull (zweiter von rechts auf dem hinteren Zug) baute die Originalkomposition der Sernftalbahn für die Gartenbahn. Bild: Comet Photoshopping GmbH, Dieter Enz